Die 3 einfachsten Formen zu meditieren

Oft macht man es sich unnötig schwer und mit der Meditation ist es nicht anders. Wir überlegen und verkomplizieren und suchen den 100% richtigen Weg für etwas, das man nicht falsch machen kann. Probiere jede Übung aus und spüre nach, welche sich am leichtesten für Dich anfühlt.

 

Sitzen und atmen
Finde einen Platz, an dem Du für ein paar Minuten ungestört bist und bequem sitzen kannst.
Sitze entspannt, aber mit geradem Rücken.
Atme ein paar mal tief ein und noch tiefer aus.
Kehre dann zu Deiner normalen Atmung zurück und schließe die Augen.
Beobachte Deine Atmung ohne etwas zu ändern: nicht tiefer oder langsamer, nur bewusst, was Dein Körper auch ohne dein bewusstes Zutun macht.
Wenn Gedanken auftauchen (und das werden sie), dann nehme sie wahr ohne ihnen nachzujagen und lenke Deine Aufmerksamkeit sanft zurück auf die Atmung.
Meditiere für 15-20 Minuten ohne Stress, ohne Druck es richtig zu machen. Sitze einfach und atme.
Öffne langsam die Augen und setzte bewusst die Intention die Entspannung mit in den Tag (oder die Nacht) zu nehmen.

Die Beobachtung der Atmung scheint recht banal zu sein, aber ich erinnere mich, dass ich als Kind meinen Vater gefragt habe, ob wir denn im Schlaf auch atmen würden.  Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass mein Körper so etwas „ohne mich macht“.  (Abgesehen von den Trilliarden anderen Dingen, die mein Körper so tut). Wenn wir uns erst einmal wieder bewusst machen, was unser Körper alles automatisch leistet, was für ein unglaubliche ausgeklügeltes System dahinter steckt, fällt es uns auch wieder leichter ihn wert zu schätzen und besser darauf zu achten. 2 Fliegen mit einer Klappe – ich finde es großartig!

 

Kommt ein Mäuschen
Finde einen Platz, an dem Du für ein paar Minuten ungestört bist und bequem sitzen kannst.
Sitze entspannt, aber mit geradem Rücken.
Atme ein paar mal tief ein und noch tiefer aus.
Kehre dann zu Deiner normalen Atmung zurück und schließe die Augen
Stelle Dir lautlos die Frage: “Woher kommt mein nächster Gedanke?”
Sitze einfach und beobachte neugierig, aber wertfrei.
Siehst du plötzlich ein Bild? Schleicht sich ein Wort ein, oder ein ganzer Satz? Kommen die Gedanken aus allen möglichen Richtungen, mal lauter, mal leiser?
Wenn du auf einen Gedanken aufmerksam geworden bist, nimm ihn wahr, halte aber nicht daran fest Stelle Dir wieder die gleiche Frage : „“Woher kommt mein nächster Gedanke?” und beobachte.

Das ist eine grandiose Übung, um seine Gedanken besser kennen zu lernen. Man fühlt sich wie eine Katze, die vor dem Mauseloch lauert. Ich bin jedes mal erstaunt welche Bilder, Satzfragmente oder Liedtexte plötzlich völlig zusammenhanglos angespült werden. Mal eher von links, mal eher von rechts, mal langsam, mal schnell. Probier es aus, es ist so faszinierend!

 

Immer was zu tun
Finde einen Platz, an dem Du für ein paar Minuten ungestört bist und bequem sitzen kannst.
Sitze entspannt, aber mit geradem Rücken.
Atme ein paar mal tief ein und noch tiefer aus.
Kehre dann zu Deiner normalen Atmung zurück und schließe die Augen.
Zähle „eins“ bei der Einatmung, „zwei“ bei der Ausatmung und wiederhole das für die gesamte Dauer der Meditation. Wahlweise kannst du auch „ein“ bei der Einatmung und „aus“ bei der Ausamtmung wählen.

Der Verstand mag es nicht einfach ruhig zu sein, deswegen hilft es manchmal ihm etwas zu geben, auf dem er herumkauen kann wie auf einem Hundeknochen. Wähle sehr einfache Worte, die kurz prägnant sind und deine Aufmerksamkeit nicht fordern.


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